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Seminar: Software Engineering für softwareintensive Systeme

Juniorprofessor Dr. Holger Giese (hg@uni-paderborn.de)


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Über das Seminar

Inhalt

Softwareintensive Systems, in denen ein wesentlicher Teil der Funktionalität mittels eingebetteter Software umgesetzt wird, werden heutzutage häufig als eines der wichtigsten Zukunftsfelder für die Softwaretechnik gesehen. Laut BMBF hängen heutzutage schon mehr als die Hälfte der Industrieproduktion und über 80% der Exporte Deutschlands vom Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik und elektronischer Systeme ab. Da heutzutage die wesentlichen Neuerungen in Produktion und Dienstleistung häufig durch Informations- und Kommunikationstechnik umgesetzt werden, ist eine Beherrschung dieser Techniken von zentraler Bedeutung, um auch in Zukunft international konkurrenzfähige Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können. Die Bedeutung dieser Entwicklung kann man auch daran erkennen, dass ein Technologiekonzern wie Siemens heutzutage laut [1] mehr Softwareentwickler beschäftigt als Microsoft.

Die Modellierung softwareintensiver Systeme resultiert häufig in einer Mischung von Modellen aus den beteiligten Disziplinen Softwaretechnik, Steuer- und Regelungstechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Geschäftsprozessmanagement. Blockdiagramme in den klassischen Ingenieursdiziplinen, Workflownotationen für die Geschäftsprozesse und die Unified Modeling Language (UML) in der Softwaretechnik sind typische Beispiele für die domänenspezifischen Modellierungssprachen die dabei zum Einsatz kommen. Mit den UML 2.0 Komponentendiagrammen [6], die ursprünglich für komplexe Echtzeitsysteme im Telekommunikationsbereich entwickelt wurden, und der System Modeling Language (SysML) [5], welche ein Erweiterungsvorschlag für die UML für das System Engineering darstellt, gibt es aber auch schon erste Ansätze zur Integration der Welten.

Der aktuelle Stand der Technik und noch offene Fragen und Probleme sollen im Rahmen dieses Seminar anhand ausgewählter Themen erörtert werden. Dabei sollen auch vorhandene Ansätze und Werkzeuge betrachtet und entsprechend evaluiert werden.

Literatur

[1] Reinhold E. Achatz, Optimierung der Softwareentwicklung in einem Industrieunternehmen am Beispiel Siemens. Peter Liggesmeyer, Klaus Pohl, Michael Goedicke (Eds.): Software Engineering 2005, 8.-11.3.2005 in Essen. LNI 64 GI 2005.
[2] L. Carloni, M. D. D. Benedetto, R. Passerone, A. Pinto, and A. Sangiovanni-Vincentelli. Modeling Techniques, Programming Languages and Design Toolsets for Hybrid Systems. Project IST-2001-38314 COLUMBUS – Design of Embedded Controllers for Safety Critical Systems, WPHS: Hybrid System Modeling, July 2004. Version: 0.2, Deliverable number: DHS4-5-6.
[3] D. Henriksson, O. Redell, J. El-Khoury, M. Törngren, and K.-E. Arzen. Tools for Real-Time Control Systems Co-Design — A Survey. Technical Report ISRNLUTFD2/TFRT--7612--SE, Department of Automatic Control, Lund Institute of Technology, Sweden, April 2005.
[4] P. Liggesmeyer and D. Rombach, eds., Software Engineering eingebetteter Systeme: Grundlagen - Methodik - Anwendungen. Elsevier, 2005. (UPB Bib: TWQ 11163 +1)
[5] Object Management Group. Systems Modeling Language (SysML) Specification, January 2005. Document: ad/05-01-03.
[6] Object Management Group. UML 2.0 Superstructure Specification, October 2004. Document: ptc/04-10-02 (convenience document).
[7] T. Samad and G. Balas, eds., Software-Enabled Control: Information Technology for Dynamical Systems. IEEE Press and Wiley-Interscience, 2003.

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