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Die Universität der Informationsgesellschaft

Diplomarbeiten schreiben

(Ein Vorschlag für die Diplomanden von Stefan Böttcher)
  1. Was eignet sich als Diplomarbeitsthema?
    • Eine neue Lösung für ein bekanntes Problem
      • Worin wird sich diese Lösung von den anderen Problemlösungen unterscheiden?
    • Eine neue Fragestellung oder Problemstellung
      • Worin unterscheidet sich diese Problemstellung von ähnlichen bisher bereits gelösten Problemstellungen?
    • Eine neue Kombination bekannter Methoden, Fragstellungen oder Problemstellungen
    • Eine neue Anwendung für bekannte Methoden der Informatik (z.B. Einsatz von Web-Datenbanken für ... - orientierte Lernsoftware)
      • Worin bestehen die Unterschiede zu allen bisher entwickelten Anwendungen in diesem Bereich  (z.B. von Web-Datenbanken für Lernsoftware)?
  2. Themenfindung:
    • Inhaltliche Diskussion mit dem Betreuer

    • Ziel: Aufgabenstellung finden, Ideen sammeln, ...
    • Verkauf des gefundenen Themas (Proposal 2-3 Seiten):

    • Hier soll die Studentin/der Student begründen, warum es sich lohnt,
      dieses Thema zu bearbeiten.
      Die Sudentin/der Student soll im Proposal so genau wie möglich beschreiben, welche Aufgabe gelöst sein wird, wenn die Arbeit abgeschlossen ist (noch nicht, wie die Aufgabe gelöst werden wird - das ist erst Gegenstand der Diplomarbeit) - hierbei geht es um das "Pflichtenheft". Schon für das Schreiben des Proposals gilt das (unter 8.) über das Schreiben eines Diplomarbeitstextes gesagte.
    • Diskussion des Proposals
    • Wenn das Diploamarbeitsthema (das Proposal) vom Betreuer akzeptiert wurde, Zeitplan aufstellen, z.B.
      • x Wochen Literaturarbeit
      • y Wochen Konzept
      • z Wochen Implementierung
      • 2 Wochen Textgliederung
      • 2 Wochen OS-Vortrag vorbereiten
      • 4 Wochen Text schreiben
      • 2 Wochen Vorkorrektur durch den Betreuer und letzter Schliff
      • 2 Wochen Luft für unvorhersehbare Ereignisse
      • Abgabe
  3. Literaturarbeit
    • Literatursuche
    • Abtracts von jeweils ca. 5-6 Zeilen schreiben: zu jedem relevanten Artikeln soll pro Artikel in zusammen nicht mehr als 6 Zeilen aufgeschrieben werden:
      • Welche Aufgabe wird behandelt/gelöst,
      • Worin besteht der Lösungsbeitrag,
      • Welche Rolle spielt der Beitrag für meine Diplomarbeit
    • Auf der Basis der Abstracts: Diskussion der in der Literatur vorgestellten Ideen mit dem Betreuer
    • ggf. Korrespondenz mit den Autoren einschlägiger Literatur
  4. Praktische Arbeit (Konzeptteil)
    • Entwurf der eigenen Lösung
    • Diskussion der Entwurfsvarianten mit dem Betreuer
    • Wiederholung dieser Schritte bis das Konzept steht
  5. Praktische Arbeit (Implementierungsteil)
  6. Gliederung des Textes der Diplomarbeit
    • Allgemeine Anforderungen:
      • Text soll zwischen 45 und 50 Seiten liegen (inklusive Bildern und Literaturverzeichnis) èzunächst 35 Seiten anstreben, es wird von alleine mehr
      • Allgemein bekannte Definitionen können entfallen, jedoch die Kernkonzepte der eigenen Lösung sollten definiert sein.
      • Vergleich von Design-Entscheidungen und Abwägen der Alternativen, Gründe für die gewählte Lösung in den Vordergrund stellen, (d.h., an welche Alternativen habe ich gedacht, warum habe ich diese gewählt,...)
      • Vergleich der eigenen Lösung mit den in der Literatur beschrieben Lösungen

      • Aufzeigen der Unterschiede
    • 1 durchgängiges Beispiel überlegen
      Prüfen, ob das Beispiel umfangreich genug ist, um alle Argumente daran zu erläutern Versuchen, das Beispiel möglichst klein zu halten
    • Überlegen, wo im Text Verallgemeinerungen der Beispiele stehen (wie allgemeingültig ist das am Beispiel gezeigte Konzept, welche Begriffe und Konzepte brauche ich, um dies zu erläutern oder zu beweisen).
    • ausführliche (vollständige) Stichwortliste erstellen
      • Stichwortliste so sortieren, daß Vorwärtsreferenzen vermieden werden, daß inhaltlich zusammen gehörende Teile zusammen stehen und daß die Argumentationsschritte für die gewählte eigene Lösung aufeinander aufbauen
      • Stichwortliste (incl. Seitenangaben für den geplanten Text) mit dem Betreuer diskutieren
  7. Abschlußvortrag im Oberseminar
    • Der Vortrag soll ähnlich wie die Arbeit aufgebaut sein:
      • Argumentationsgang an einem durchgängigen Beispiel,
      • Einordung des eigenen Beitrags in die Vorschläge aus der Literatur,
      • worin besteht der eigene Beitrag,
      • Bewertung des eigenen Beitrags.
    • Vortragsdauer 30-40 Minuten.
    • Zur Vorbereitung fertig erstellten Foliensatz (ca. 15 Folien)  7-10 Tage vor OS-Vortrag mit dem Betreuer diskutieren.
    • Probevortrag vor dem Spiegel halten
      • laut sprechen,
      • Sprechpausen einlegen
      • Folienübergänge üben
    • Geräteaufbau vorher ausprobieren
      • prüfen ob, Overheadprojektor, LapTop und Beamer in F2.211 bzw. F1.110 vorhanden sind (Sekretariat Frau Rohloff 60-6695).
  8. Schreiben der Arbeit
    • Gliederung des Argumentationsganges und durchgehendes Beispiel ein letztes Mal überprüfen und nur bei Bedarf abändern
    • Stilfibel (von Ludwig Reimers, dtv, 1979) lesen, wie man einen guten Text schreibt (und/oder auch eine andere Quelle)
    • Auf präzise Wortwahl achten, Synonymlexikon benutzen (z.B. A.M. Textor: Sag es treffender, Rowolt, Reinbek, 1984.
    • Text von Freunden lesen lassen (Lesbarkeit: sind die Stilregeln eingehalten?)
    • Text stilistisch überarbeiten
    • Alle (!) Rechtschreib- und Grammatikfehler beseitigen
  9. Letzter Schliff (an der Arbeit)
    • Die komplett ausgearbeitete Arbeit dem Betreuer zur Ansicht vorlegen
    • letzten Schliff vornehmen
  10. Abgabe (in Absprache mit dem Betreuer)

Hinweis: Organisation und Zeitmanagement der Diplomarbeit ist komplett Aufgabe der Studentin/des Studenten. Der Betreuer steht der Studentin/dem Studenten bei Diskussionsbedarf, Problemen und Fragen nach vorheriger Terminabsprache zur Verfügung, jedoch ist es keinesfalls Aufgabe des Betreuers, sich regelmäßig nach möglichen Problemen zu erkundigen. Von der Studentin/vom Studenten wird ein hohes Maß an selbständiger Arbeit erwartet, wobei dieses auch umfasst, dass die Studentin/der Student mögliche Probleme frühzeitig erkennt, und um Unterstützung zur Lösung dieser beim Betreuer nachfragt.

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